ReferenzenAnwendungenFachartikelPresseProdukte

BRANKAMP X7

The Next Generation

This content requires the Adobe Flash Player.

Get Adobe Flash player

Brankamp X7 im Einsatz bei Peiner Umformtechnik.

 

Künstliche Intelligenz ist der Schlüssel

Vor 13 Jahren besiegte „Deep Blue" als erster Schachcomputer der Welt erstmalig einen Großmeister. Das war nur möglich, weil der Computer über geballtes Expertenwissen verfügte. Tausende gespeicherter Partien simulierten das Know-how eines echten Schach-Großmeisters. Die Maschine konnte daher tun, was ein Mensch kann: Züge im Voraus berechnen. Und das mit genialer mathematischer Präzision.

Seit 1997 erlebte die Welt im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) eine Revolution nach der anderen: von Suchmaschinen, Sprach- und Handschriftenerkennung bis hin zu Navigationssystemen. Die BRANKAMP-Gruppe, Technologie-Pionier im Segment ProcessMonitoring, geht jetzt den nächsten Schritt. Sie adaptiert das bewährte KI-Konzept für die Fertigung. Bei Prokos in Hannover, einem Unternehmen der BRANKAMP-Gruppe, wurde das innovative X7-Modell entwickelt. „Mit der gestiegenen Rechnerkapazität ist jetzt eine Menge möglich geworden", sagt BRANKAMP-Geschäftsführer Hans-Peter Schneider. Unter anderem die Anwendung gespeicherten Expertenwissens in der Prozessüberwachung. Dank der neuen X7 stehen dem Werker über 30 Jahre Produktionserfahrung auf Knopfdruck zur Verfügung. Genug, um jeden Fehler matt zu setzen.

Die neue Generation des ProcessMonitorings wurde von BRANKAMP speziell für den Bereich Massivumformung entwickelt. Ferdinand Oppel, neben Dr. Thomas Terzyk Geschäftsführer der Prokos GmbH: „Im neuen X7-System stecken hochkomplexe Elektronik und eine Menge Know-how." Die Bedienung ist dagegen revolutionär einfach.

Die Systeme wählen die Strategie zur Maschinenüberwachung selbst aus. Sie greifen - ähnlich wie der legendäre Schachcomputer - auf das gespeicherte Expertenwissen aus tausenden Anwendungsfällen zurück, können in Sekundenbruchteilen Fallbeispiele vergleichen. Der Schlüssel dazu liegt in der KI der Software. Der Bediener muss lediglich die gewünschte Umformoperation auswählen, bzw. die Parameter ihrer Stadien vorgeben. Das „Know-how" der Maschine liefert dann selbst das optimale Lösungsprofil. Wie das funktioniert? „In etwa so wie bei einer Digital-Kamera", erläutert BRANKAMP-Chef Schneider. „Bei der stellen Sie ja auch nur ein, ob Sie ein Porträt- oder ein Makrobild machen. Belichtung und Schärfe wählt die Kamera selbst."

Die Datenbanken der X7 beinhalten das nötige Expertenwissen, das Finden der richtigen Einstellungen wird kinderleicht, auch für weniger qualifizierte Bediener. Die neuen Systeme sind somit auch die Antwort auf die fortgeschrittene Komplexität moderner Produktionsanlagen, besonders in mehrstufigen Massivumformungsprozessen.

„Durch die X7 lässt sich eine Menge Einrichtzeit einsparen. Und auf lange Sicht vermeidet diese Art des ProcessMonitorings auch Schäden, die durch falsche Dateninterpretation trotz Not-Abschaltung entstehen können", betont Franz Saliger, Mitglied der BRANKAMP-Geschäftsführung und Leiter des Bereichs Massivumformung. Auch er ist begeistert von der neuen X 7.

Visuelle Verfahren künstlicher Intelligenz können heute Bilder, Formen oder Signalverläufe erkennen und analysieren. ProcessMonitoring-Systeme, die bisher schlicht Fehler erkannten, diagnostizieren dank der X7-Technologie bekannte Prozessstörungen gleich komplett. Dank lernfähiger Mustererkennungs-Verfahren erkennt das System entsprechende Kurvenverläufe und weist den Bediener konkret auf Art, Ursache und Ort des Fehlers hin. Im Bedarfsfall löst das System dann auch die Not-Abschaltung aus.

Treten Störungen auf, die die Experten-Datenbank schon „kennt", schließt die KI automatisch aus dem gemessenen Kurvenverlauf auf den Fehler. „Das funktioniert selbst bei so komplexen Produktionsprozessen wie etwa in der Massivumformung", erläutert Spezialist Saliger. Das liegt unter anderem an der Einteilung in Produktionsstadien (im Falle der Massivumformung vom Kalibrieren bis zum Abgraten), aus der das System eindeutige Anforderungen ableitet und reagiert. „Der Bedienaufwand beschränkt sich für den Werker bei Neuwerkzeugen auf die Eingabe der Stadienfolge." Die X7-Datenbank optimiert sich schrittweise selbst und passt sich dabei ans firmenspezifische Produktspektrum an.

Die Mustererkennungssoftware tut also, was ihr Name verspricht. Sie erkennt Muster und denkt mit. Hans-Peter Schneider: „Der Bediener gibt beim erstmaligen Auftreten die Fehlerparameter ein, die Beschreibung wird in einer anwenderprogrammierten Datenbank gespeichert." Passiert der Fehler wieder, werden auch diese Datensätze abgeglichen. Bei Bedarf legt die Software selbst neue Fehlerklassen an. Fehler werden so zum Benefit: Jede Prozessstörung führt zu einer zusätzlichen Lernphase.

Das System speichert die berechneten Einstellungen immer unter einer eigenen Werkzeugnummer. „Kommt das Werkzeug wieder zum Einsatz, kann das System gleich auf die Daten zugreifen", erklärt Franz Saliger. So reduziert das innovative BANKAMP X7-System unmittelbar Kosten - nicht nur wegen vermiedener Reparaturen, sondern auch durch kürzere Einrichtzeiten.

Auch im Design überzeugt die neue BRANKAMP X7. Das bewährte 15-Zoll-Touchscreen-System basiert auf Anregungen aus der Praxis, die Cockpit Maske bietet direkten Zugriff auf alle Gerätemasken, während ein integrierter RFID-Empfänger die Bedieneridentifikation beschleunigt und erleichtert. Dank neuer Prozessortechnik bietet das System zudem eine noch schnellere Grafikdarstellung und eine kontinuierliche Kurvenspeicherung. Der modulare Geräteaufbau umfasst bis zu 24 Kanäle. Die geräteinterne LED-Warnlampe, modern als Leuchtstreifen am System arrangiert, meldet stets den aktuellen Betriebszustand. So erkennt der Werker schon von weitem auf einen Blick, was los ist - etwa bei der Mehrmaschinenbedienung.

 

Seite drucken